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Aktuell

Verband Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer VHGLL

Hinweise auf aktuelles Geschehen und Veranstaltungen

Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbandes finden sich ausführlicher auf der Seite Veranstaltungen.

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Nachwuchswettbewerb für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst - 2. Runde 2017/18

Der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und der Klett-Verlag veranstalten in Kooperation einen Wettbewerb für Lehramtsanwärter/innen, der dieses Jahr in die zweite Runde geht.

Thema 2017/18: „Das hat etwas mit mir zu tun: Friedensschlüsse

Details zu den Anforderungen und zur Bewerbung hier

Stolz auf Wehrmachtssoldaten? Wie Gauland die Rede von Mitterrand verfälscht

Die Äußerung von Alexander Gauland, man könne auf die “Leistungen der Wehrmachtssoldaten stolz sein”, hat viel Empörung hervorgerufen. Doch wer von denen, die sich darüber empören, hat es auch für nötig empfunden, Gaulands anschließende, mehrfach in den Medien gebrachte Rechtfertigung zu überprüfen, Mitterrand habe das 1995 nämlich auch gesagt? Zum jetzigen  Zeitpunkt (29.9.) habe ich noch keinen “Faktencheck” diesbezüglich gehört oder gelesen. Nicht nötig?

Die Welt 15.9.17; Spiegel Online 14.9.17; BuzzFeed 14.9.17

Mitterrands Rede vom 8.5.1995 kann man auf einer Seite der Bundesregierung nachlesen. Diese Rede zur Versöhnung der Europäer anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes endete mit einem Appell, die deutschen Soldaten nicht pauschal dafür zu verurteilen, dass sie einer schlechten Sache gefolgt sind, weil sie ihr Vaterland liebten. Manch einer mag Mitterrands versöhnlichen Ton hier zu versöhnlich finden, keinesfalls hat er jedoch das gesagt, was Gauland daraus gemacht hat: An keiner Stelle sprach er davon, man könne stolz auf die Soldaten sein. Das bedeutete auch etwas ganz anderes, nämlich dass sie das Richtige getan hätten. Einer schlechten Sache zu folgen, kann jedoch nicht gut sein, man kann allenfalls versuchen, diesen Irrtum zu verstehen.

Vgl. auch unsere Erklärung zur Dresdner Rede von Björn Höcke.

W. Geiger

Nachtrag:

Am selben Tag wie die o.g. Presseerklärung und der hiesige Eintrag (29.9.) erschien im BILDblog ebenfalls ein Faktencheck zu Gauland/Mitterrand von Jahannes Kram. In dem Beitrag wird der dpa vorgeworfen, am 15.9. Gaulands Rede zitiert zu haben, ohne selbst mit dem Original von Mitterrand zu vergleichen. Ein aufmerksamer Kommentator auf Twitter - auf der Website dokumentiert - wies dann darauf hin, dass es diesen Vergleich von dpa später gab und am 25.9. auf TAG24 publiziert wurde.

Das macht den Vorgang noch interessanter, weil diesen Nachtrag von dpa offenbar fast niemand wahrgenommen hat oder er niemanden interessiert hat. Noch heute (3.10.) findet man mit einer Websuche zu “Gauland Mitterrand” lediglich die beiden zitierten Webseiten (plus eine linksradikale, auf die wir hier nicht weiter eingehen), außerdem taucht das Thema noch einmal auf in einem Interview von Gauland mit der Aargauer Zeitung (Schweiz), die ihn kritiisch danach befragt, ob man denn bei einem Angriffskrieg stolz auf die Leistung der Vaterlandsverteidigung sein könne, worauf Gauland Mitterrands Zitat auf die Soldaten des 1. Weltkriegs bezieht - ebenfalls falsch. Dass Gauland sich aber grundsätzlich zu Unrecht auf Mitterrand berief, war dem Interviewer auch nicht klar.


Buch-Empfehlung:

Für die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur haben Jens Hüttmann und Anna von Arnim-Rosenthal jüngst das Buch Diktatur und Demokratie im Unterricht: der Fall DDR herausgegeben (siehe hier).

Der Fall DDR

Es enthält zahlreiche Beiträge zur historischen Forschung und zur Problematik von Erinnerung, Erinnerungskultur und Thematisierung des Themas im Unterricht. Da werden der "fortschreitende historische Analphabetimus" beklagt, die familiäre Vermittlung autobiographischer Erinnerung hinterfragt sowie weitergehende Erfahrungen mit Zeitzeugen ausgewertet und erfolgreiche und beispielhafte Impulse und Projekte vorgestellt. Das Buch kostet 19.-

Es lohnt auch ein Blick auf die Website der Stiftung Aufarbeitung, wo es auch zahlreiche Materialien als Download gibt. Andere, wie die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter, können kostenlos in Berlin bestellt werden.

 

 


Aktuelle Ausstellungen und Themen im Web:

70 Jahre Hessen

Zahlreiche Veranstaltungen rund um das Jubiläum der Gründung des Landes Hessen in der Nachkriegszeit
 >Info-Portal der Landesregierung
>Stationen der Landesgeschichte

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500 Jahre Luther und die Reformation

>Info-Portal der EKD
>Hessen - eine Pionierland der Reformation
I>Impuls Reformation - Bildungsimpulse zur Reformation, Veranstaltungen, Events, Diskussion

Siehe auch auf unserer Seite zur Fortbildung Reformation und Europa

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DDR / Kommunismus

Hinweis auf das Zeitzeugen-Büro - ein Zeitzeugenportal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Nach dem Ende der Illusion. Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert
Vortragsreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung in Zuammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dem Centre Marc Bloch in Berlin:
Die Vorträge können auf der Website der Stiftung - Schwerpunkt Kommunismusgeschichte / >Veranstaltungsnachlese - als Audiodatei nachgehört und heruntergeladen werden.
Erster Vortrag am 7.2.2017 von Heinrich August Winkler: Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789-1989

Geschichte(n) hören - Podcast-Angebot der Bundesstiftung Aufarbeitung
Auch ältere Vorträge renommierter Wissenschaftler und Podiumsdiskussionen können zur Geschichte des Kommunismus und der DDR, zur  Wiedervereinigung und ihren Konsequenzen können hier (>podcast ) gehört werden, Alle Folgen im >Archiv

Der Kommunismus in seinem Zeitalter
Ausstellung von Gerd Koenen, herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Historischen Museum Berlin ab März 2017
25 Tafeln mit mehr als 200 Dokumenten, QR-Codes verlinken auf Videos im Internet. Die Ausstellung kann als Poster-Set im Format A1 ab März 2017 ausgeliehen werden. Weitere >Infos zum Inhalt und zur Bestellung.

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Nationalsozialismus / Zweiter Weltkrieg

Topographie des Nationalsozialismus in Hessen - ein umfangreiches Angebot des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen LAGIS

Legalisierter Raub - Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945.
Ein gemeinsames Projekt des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks. Die Wanderausstellung wandert durch Hessen und war zuletzt auch in Rheinland-Pfalz im Finanzministerium in Mainz zu sehen.
Zur Seite des Fritz Bauer Instituts.
Zur Seite des Hessischen Rundfunks.

Ab Februar 2018 wird die Ausstellung im Historischen Museum in Frankfurt gezeigt.

Rückblick auf die Ausstellung in Langen und den lokalgeschichtlichen Beitrag der Dreieichschule.

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Nach dem Ende der Ausstelllung Heimat/Front - Frankfurt am Main im Lufkrieg des Instituts für Stadtgeschichte in Frankfurt bleibt das Thema der Zerstörung der Frankfurter Innenstadt vor 70 aktuell im Netz:
“Als das alte Frankfurt unterging” - eine Themenseite zu Frankfurt im Bombenhagel bietet HR-Online.
“Wer Wind sät, wird Sturm ernten.” Ein Beitrag in der FAZ Online zur Ausstellung.

 

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Hundert Jahre Erster Weltkrieg

Ein Jahrhundert später. Der Erste Weltkrieg und die deutsch-französische Aussöhnung (1914-2014)
Ein aktuelles Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Thema umfasst, wie der Titel schon sagt, mehr als nur den 1. Weltkrieg, und stellt so etwas wie eine histoire parallèle dar.

Große Beachtung in den Medien fand der Start von europeana1914-1918. Wir schließen uns dem an und empfehlen ebenfalls diese Website, weitere Links gibt es bei uns auf der Themenseite 1. Weltkrieg.

Das gleiche gilt für historiana, eine Online-Plattform in englische Sprache (z.T. aber auch mit deutschen Dokumenten), die vom internationalen Geschichtslehrerverband Euroclio herausgegebenwird, bei dem der VGD auch Mitglied ist.

Scan-europeana1914-1918
historiana
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